meine verzauberte welt x)

Prolog

Sie rannte so schnell sie konnte. Nur ein paar Sachen hatte sie mitgenommen, das wichtigste. Das, was man brauchte, wenn man davonlief, vor dem eigenen Leben wegrannte, so wie sie es tat. Sie sah schon lange nicht mehr die vereinzelten Lichter des kleinen Ortes, die zur diesen späten Stunde noch schienen. Viele waren es wirklich nicht. Die Menschen waren schließlich keine Nachtwesen. Sie erkannten alles um sie herum nur, wenn das Tageslicht es ihnen erlaubte. Viele andere in dieser Welt waren nachts so lebendig wie die Menschen am Tage. Diese Welt war gefährlich; gefährlich vor allem bei Nacht, wenn man sich nicht zu schützen wusste.
Äste zerbrachen unter ihren Füßen, das Moos gab leicht nach, kleine nachtaktive Insekten versuchten ihren schnell Schritten auszuweichen. Die anderen Nachttiere musterten sie. Die Vögel von den Bäumen aus, auf denen sie hockten und auf Beute lauerten, die anderen versteckt hinter Büschen oder Sträuchern.

Sie sah all die Tiere nicht, sie sah im Grunde nichts. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Warme, nasse Tränen, die nichts und niemand vertreiben konnte. Sie hatte ihren Bogen bei sich, ihre Pfeile, ihre Kräuter. Essen und Kleidung nur so viel, wie sie tragen konnte. Das würde reichen müssen für die nächste Zeit. Sie wusste zum Glück, wie man sich im Wald ernährte, fernab von den Menschen. Sie krallte sich an ihrem Beutel , in den sie all das hineingestopft hatte, fest und zog ihren dunkelgrünen Umhang, der in dieser Nacht noch schwärzer als die Umgebung schien,  noch dichter an sich, als ob er ihr Halt bieten könnte. Halt den sie einst gesucht und gefunden hatte und nun wieder verloren. Sie war wieder allein. Sie rannte erneut davon, weit weg. Das war das einzige, was sie wollte. Einfach nur weg, so schnell wie möglich, soweit wie möglich.

Saya musste sie zurücklassen, es brach ihr fast das Herz. Aber die junge Stute hatte einen verletzten Knöchel. Es wäre nicht gut gewesen sie mitzureißen. Auf ihrem Rücken konnte man sich zur Zeit ohnehin nicht tragen lassen. Das wäre Quälerei gewesen. Vielleicht sah sie ihr geliebtes Tier nie wieder. Nicht nur vielleicht, es war sogar sehr wahrscheinlich. Sie wollte auch nicht daran denken, was aus der Stute werden würde. Niemand war mehr da. Würde sich jemand um sie kümmern? Wohl kaum. Es waren alle so arm in dieser Gegend, dass keiner sich noch zusätzlich eine solche Last aufbürden würde. Schließlich war sie verletzt und sie brauchte viel Futter. Die Gedanken ließen sich nicht vertreiben. Sie vermischen sich unaufhörlich mit den anderen Grausamkeiten, als hätten sie einen Pakt gegen sie geschlossen. Immer mehr Tränen rannen ihr über die Wangen.

Als der Wind die Wolken am Mond vorbeischob und sie ihn zum ersten Mal in dieser Nacht preisgaben, erkannte sie hinter all den Tränen die Sichel. Sie leuchtete fast weiß und tauchte alles in ein merkwürdiges schmutziges Licht. Sie erkannte die Umrisse der Bäume und Büsche und Sträucher nun besser, aber sie wollte all das nicht sehen. Sie wollte rennen, davonrennen und nichts und niemanden wahrnehmen. Als irgendwo weit neben ihr plötzlich mehre Äste in Zwei brachen, erschrak sie und stolperte. Das Krachen ließ zweifellos darauf schließen, dass ein größeres Tier unmittelbar in ihrer Umgebung sein musste.

Ihre Handflächen taten weh. Sie war hart aufgekommen. Aber sie versuchte nicht aufzustehen. Sie spürte den Schmerz in den Knien. Sie spürte jeglichen Schmerz, der dieser Sturz mit sich gebracht hatte. Sie zog ihren Beutel nur fester an sich und weinte. Weinte noch lange. Sie sah kein Tier, sie sah nichts mehr, hörte auch nichts mehr, nur ihr Schluchzen, das inmitten dieser dunklen Nacht durch den ganzen Wald hallte.

26.12.08 16:59, kommentieren

Vorwort

"Zymaliens Zauber" (Arbeitstitel!) ist eine neue Geschichte. Eine Geschichte, die allerdings nicht unserer Welt spielt. Es ist eien eigene Welt voller wunderlicher Wesen und Magie
Der Prolog spielt Jahre vor der eigentlichen Handlung. Auch der Hauptcharakter wird für die weitere Handlung ein anderer sein.Dazu später mehr

Viel Spaß ^^

26.12.08 16:56, kommentieren

1 Eine große Rolle

Ich wachte in meiner Wiener Wohnung auf. Sie war klein, aber so war sie leicht zu pflegen und ich konnte sie mir sogar leisten.
Ich drehte mich auf die andere Seite und machte kurz die Augen auf. Die Sonne blendete mich und ich schloss sie schnell wieder.
Mir gingen die letzten Tage durch den Kopf. Das große Casting für Elisabeth war vorbei. Mein Professor hatte vielleicht doch ein Gespür für so etwas. Es hieß ja, dass sie junge und auch wenn möglich neue Talente fördern und mit den Rollen besetzen wollten, aber dass sie mich, ausgerechnet mich für die Rolle der Elisabeth ausgesucht hatten, fand ich trotzdem sehr erstaunlich.
Ich war gut, aber so gut, dass ich in diese große Rolle hineinschlüpfen könnte?
Ich hatte eher damit gerechnet im Ensemble zu landen und dann möglicherweise Helene zu spielen. So etwas in der Art, aber dass ich dann für das Casting für die Rolle der Elisabeth eingeladen wurde, war schon unvorstellbar und jetzt sollte ich sie wirklich spielen.
Ich hatte zwar riesige Angst davor, aber ich freute mich auch so sehr darauf. Meine erste große Rolle! Und schließlich hatte ich sehr nette Kollegen, vor allem Christopher Seymour. Er übernahm an meiner Seite die „Todesrolle“.
Ich hatte ihn das erste Mal vor 2 Jahren in Hamburg gesehen. Er spielte dort die Rolle des „Alfred“ und er war einfach wunderbar!
Damals hätte ich mir ihn nicht als Tod vorstellen können, aber so wie er sich verändert hatte… Ich war so gespannt auf die Proben.
Serkan Kaya übernahm die Rolle des „Lucheni“. Ich hatte ihn noch nie live erlebt, aber das, was ich bisher von ihm gehört hatte, war alles sehr positiv. Beim Casting hatte ich ihn nur kurz kennen gelernt. Er schien wirklich sehr nett und lustig zu sein.
Ich schaute verschlafen zu meiner Uhr. Es war schon spät am Morgen und ich musste mich jetzt fertig machen und dann schnell zum Theater.

Als wir uns alle begrüßt hatten, saßen wir mit dem kompletten Team, im Zuschauerteil der Probebühne und lauschten gespannt Harry Kupfer, der uns schon sehr lieb begrüßt hatte und  nun am Ende seiner kleinen Ansprache uns allen viel Erfolg für die Produktion wünschte.
Wir standen auf und ich wollte mich zur Anprobe begeben und mir danach noch meinen Text abholen, aber Harry rief mich und Christopher zu sich.
Was kam denn nun noch?
Wir beide schauten ihn fragend und leicht verwirrt an.
„Meine beiden Stars“ er lächelte amüsiert.
„Ich bin froh, dass ihr beide die Hauptrollen übernehmt, aber ich habe noch eine kleine Überraschung für euch.“
Ich schaute zu Christopfer. Ja, er dachte das gleiche wie ich…

 

Ich saß nicht weit von Kiana Langley entfernt. Sie sah wirklich hübsch aus. Eine tolle Besetzung für „Elisabeth“. Ich freute mich schon mit ihr zu spielen. Wie ich von ihr wusste kam sie gerade frisch von der Uni und hatte noch nicht allzu viel Erfahrung und sie sollte nun schon ihre erste große Rolle spielen.
Ich kannte sie vom letzten Casting als wir beide zu zweit eine Passage aus Elisabeth vortragen sollten, sie natürlich als „Elisabeth“ und ich als „Tod“. Ihre Stimme war  einfach fantastisch und ihr Charakter war auch wirklich toll; immer ehrlich.
Die Proben würden anstrengend werden, aber auch sicher lustig mit ihr. Ich verstand mich bisher mit ihr sehr gut.
Als Harry endete stand sie auf, auch ich erhob mich und wollte zu meiner Garderobe, als er uns beide noch zu sich rief.
Was wollte er denn noch? Er hatte uns doch schon alles gesagt und erklärt, was es zu wissen gab.
Ich schaute verwirrt zum Regisseur, nachdem wir zu ihm gegangen waren, und auch sie sah ihn sichtlich fragend und irritiert an.
„Meine beiden Stars“ Er hatte ein breites Grinsen im Gesicht.
„Ich bin froh, dass ihr beide die Hauptrollen übernehmt, aber ich habe noch eine kleine Überraschung für euch.“
Er wird doch nicht… er kann doch nicht…
Kiana schaute mich an und schien das gleiche zu denken.
Er schaute uns abwechselnd an. „Ihr scheint eine Vermutung zu haben.“
„Nun ja… mir würde da etwas einfallen, aber ich glaub nicht, dass es das ist“ Ihre Stimme war wirklich schön und wenn sie nicht darauf achtete, hatte sie einen leichten britischen Akzent, der das, was sie sagte, noch süßer rüberkommen ließ. Ich hatte mit meinem Akzent nie große Probleme, da ich schon längere Zeit in Deutschland lebte.
„Sprich es ruhig aus. Vielleicht liegst du ja richtig.“
„Also gut… aber nicht lachen, wenn ich falsch liege!“
„Keine Sorge.“
„Wenn diese Überraschung auf zwei Beinen gehen kann…“
„Kann sie.“ Harry lächelte immer breiter.
„Uwe Kröger?“, fragte ich, es war fast schon eine Feststellung.
Verdutzt, dass ich mich so bestimmt zu Wort gemeldet hatte, schaute er mich an.
„Und? Hat er recht?“ Sie schien angespannt zu sein, so als könnte sie nicht länger auf die Überraschung warten.

26.12.08 00:22, kommentieren

Vorwort

Als erstes stelle ich den Anfang einer FanFiction vor. Der Titel ist "die junge Elisabeth", angelehnt an dem Musicalstück "Elisabeth"
Anmerkung am Rande: An manchen Stellen wäre es vielleicht sinnvoll die Handlung und die Taten, die im Musical stattfinden, zu kennen

In den Hauptrollen:  Kiana Langley und Christopher Seymour (selbsterdachte Figuren)
In den wichtigen Nebenrollen: Uwe Kröger und Pia Douwes

Viel Spaß  

P.S.: Bei Fragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung^^

 

Vorläufiges Verzeichnis:

1 Eine große Rolle
2 Die Überraschung
3 Fragen über Fragen
4 Neuigkeiten
5 Der Gefallen
6 Vergangenheit
7 Noch ein Besucher
8 Gefühlschaos
9 Zuflucht
10 Kuss zum Verständnis
11 Und noch ein Kuss..
12 Frühstück zu Zweit
13 Freundschaft und Liebe
14 Unwissenheit
15 Ein mysteriöser Unbekannte
16 Zwei Märchenprinzessinnen
17 Wiedersehen mit Tränen
18 Verwirrung
19 Endlich...

 

1 Kommentar 26.12.08 00:21, kommentieren

Hallo an alle^^

Zuerst einmal begrüße ich die, die auf meinem Blog vorbeischauen. Eine neue Ära hat begonnen!
Hier werden meine Geschichten, naja eher gesagt die Ideen bzw. die Anfänge meiner Geschcihten einen Platz finden^^

Ich wünsche alen also viel Spaß beim Lesen

1 Kommentar 26.12.08 00:25, kommentieren